Laacher See

Maria Laach

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Als die Erde sich aufblähte

Tief in der Erde grummelt es. Ein leises Grollen ist zu hören. Es wird lauter und lauter. Die Erde bebt. Immer stärker. Sie bläht sich auf, bis plötzlich eine gewaltige Explosion einen tiefen Krater in die Landschaft nördlich des heutigen Mendig reißt. Eine riesige Aschesäule verdunkelt den Himmel. Tagelang regnet es europaweit Bims und Asche, gefolgt von glutheißer Lava, die sich über die umliegenden Täler und Dörfer ergießt. Wo einst Kiefern, Birken und Pappeln wuchsen, bleibt nichts als eine karge Mondlandschaft.

So oder so ähnlich muss es gewesen sein, als vor 12.900 Jahren die letzten Vulkanausbrüche in der Eifel ihre Spuren hinterließen und jegliches Leben in der Region zerstörten. Gleich mehrfach spie damals der Laacher-See-Vulkan zunächst Gase, Bims und Gesteinstrümmer hoch hinauf in die Luft, nachdem in gut drei Kilometern Tiefe aufsteigendes Magma auf wasserführende Schichten getroffen war. Wäre es dabei geblieben, wäre dort, wo heute der Laacher See zum Baden einlädt, wohl lediglich ein Maar (vulkanischer See) entstanden, wie es noch heute rund 70 in der Eifel gibt. Doch die Erde gab keine Ruhe. Die Aschesäulen fielen zusammen und bis zu 500 Grad Celsius heiße Glutströme füllten die Täler Richtung Brohltal und Pellenz.

Später dann, im Laufe der Jahrtausende, füllte sich der riesige Krater schließlich mit Wasser und es entstand der Laacher See. Mit einer Größe von rund 3,3 Quadratkilometern und einer Wassertiefe von mehr als 50 Metern ist er der größte See in Rheinland-Pfalz und ein beliebtes Ausflugsziel für Badegäste, Camper und Erholungssuchende sowie Besucher der nahegelegenen Benediktinerabtei Maria Laach, zu deren Besitztümern der Laacher See gehört. Im schilfbewachsenen und von Seerosen durchzogenen Uferzonen lassen sich zudem jedes Jahr seltene Wasservögel beobachten.

Von der Zeit des Vulkanausbruchs zeugen noch heute die erkalteten Lavaströme, auch Trass genannt, die in den Trasshöhlen im Brohltal und im alten Römerbergwerg bei Meurin besichtigt werden können. Zentrale Attraktion des Vulkanparks, der sich mit mehr als zwanzig Sehenswürdigkeiten durch die gesamte Osteifel erstreckt, ist das Deutsche Vulkan-Museum Lava Dome in Mendig. Der Ausbruch des Laacher-See-Vulkans vor 12.900 Jahren war der letzte in der Geschichte der Vulkaneifel. Seither grollt es nicht mehr unter der Erdoberfläche. Am Ostufer des Laacher Sees beobachten Ruderer und Spaziergänger jedoch immer wieder ein trügerisches Brodeln. Regelmäßig treten hier Kohlendioxide, so genannte Mofetten, an die Oberfläche. Denn verschwunden sind die Vulkane nicht. Sie „schlafen“ nur.

Ein Tag am Laacher See…Jede Menge Freizeitspaß!
Der Laacher See ist ein beliebtes Naherholungsgebiet und wird zum Schwimmen, Segeln, Surfen, Wandern und Campen genutzt. Für Motorboote ist der See tabu. Der Zugang zum Wasser befindet sich am Nordufer. Dort sind auch der Campingplatz „Laacher See“ und ein Minigolfplatz beheimatet.
Der Weg am Seeufer entlang sowie die übrigen Rundwege werden gerne von Joggern, Wanderern und Nordic-Walkern genutzt. Wer die Schönheit der Seelandschaft in Ruhe genießen möchte, hat an Wochentagen die besten Chancen.

Schwimmen am Campingplatz Laacher See.
Weitere Informationen erhalten Sie unter der Telefonnummer 02636 - 2485 und unter www.camping-laacher-see.de

Auf einen Blick

Öffnungszeiten

  • Vom 1. Januar bis 31. Dezember

    Schwimmbereich Campingplatz Laacher See:

    Je nach Wetterlage geänderte Öffnungszeiten möglich.

    Ab Oktober geschlossen!

Ort

Maria Laach

Kontakt

Camping Laacher See
Am Laacher See L113
56653 Wassenach
Telefon: (0049) 2636 2485
Fax: (0049) 2636 929750

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